Das Vorhaben
Die Donau ist nach der Wolga der zweitlängste Fluss Europas und eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten, seit Jahrtausenden ein wichtiger Verkehrsweg. Mit zehn Anliegerstaaten ist sie zudem der internationale Fluss schlechthin.
Zu Zeiten des Römischen Reichs hatte sie allerdings zu diesem „verbindenden“ Charakter auch einen deutlich trennenden: Sie war die umkämpfte nordöstliche Außengrenze des römischen Weltreichs und dementsprechend mit Wehranlagen befestigt. Heute stehen für diesen trennenden Aspekt von damals die Namen „Donau-Limes“ oder „Nasser Limes“. Noch heute sind mächtige Limesdenkmäler bis hin zum Schwarzen Meer Zeugen dieser Vergangenheit.
Unser Vorhaben ist es nun, diesen verbindenden, internationalen Charakter der Donau als Möglichkeit zu nutzen, uns für das weitere Zusammenwachsen der Menschen und Kulturen zu engagieren. Gleichzeitig möchten wir jedoch die Aufmerksamkeit auch auf das historische Limes-Erbe lenken; schließlich stellte diese Befestigungsanlage trotz ihres trennenden und abwehrenden Charakters eine „verbindende Komponente“ dar. So sollen sich bei unserer Unternehmung zwei unterschiedliche „Fäden“ (Donau und Limes) zu einem gemeinsamen, bunten und internationalen Faden verknüpfen, der in eine gemeinsame, friedliche Zukunft verläuft, ohne dabei jedoch die Sensibilisierung für das historische und kulturelle Erbe seiner Vergangenheit außer Acht zu lassen.
Um einen Beitrag zum Erreichen dieses Ziels zu leisten, werden wir im Dezember mit unserer “Donauperle” von Passau nach Sulina ans Schwarze Meer fahren.
Dabei transportieren wir als “Personen” uns beide – und als “Ware” unsere Motorräder, mit denen wir unseren Rückweg nach Passeu – entlang der Donau und des Limes versteht sich – bewerkstelligen werden!
Als wichtigste „Ware“ allerdings werden wir Einladungen transportieren! Einladungen an Jugendliche der jeweiligen Donau-Anliegerstaaten, uns in Passau zu einer „Kultur- und Freundschaftswoche“ zu besuchen. Damit wollen wir eine weitere Möglichkeit anbieten, das Zusammenwachsen, das Kennenlernen anderer Kulturen, die Entwicklung neuer Freundschaften über Länder- und Kulturgrenzen hinweg sowie die Förderung von Toleranz anderen gegenüber zu unterstützen!
Anlauf- und Haltestationen für die Übergabe der Einladungen sollen dabei Orte sein, die in direktem Zusammenhang mit dem Limes stehen, um dadurch das Augenmerk auch auf dessen Bedeutung zu lenken und so das Bewusstsein für dieses historische Erbe und die Bemühungen, es in seiner Gesamtheit als UNESCO-Weltkulturerbe zu schützen, zu wecken bzw. zu schärfen.
Unterstützt werden wir bei der Ausrichtung und der Organisation des gesamten Unternehmens im Moment von den Donau-Gemeinden Untergriesbach, Kellberg-Thyrnau und Obernzell, dem Landkreis und der Stadt Passau, vom Verein „Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“ , vom „Oberösterreich Tourismus“, der “Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich” und “WGD Tourismus GmbH” und der österreichischen „Invent GmbH“, einer Innovationsagentur für Wirtschaft, Tourismus und Kultur.
Für unser Vorhaben möchten wir natürlich sowohl im Vorfeld, während, aber auch im Anschluss an die Tour sowie später beim Besuch unserer Gäste Interesse in der Öffentlichkeit erzeugen. Deshalb – und auch, um unserem Anliegen entsprechende Glaubwürdigkeit zu verleihen – werden wir diese Tour im Winter durchführen (im Sommer würde sie wohl (fast) jeder machen wollen …) und mit der Kamera (Foto, Film) begleiten und dokumentieren, um sie nach der Rückkehr als Buch und DVD zu veröffentlichen.
Zusätzlich werden wir auf dieser Website ein Tagebuch führen, in dem alle Interessierten unser Vorankommen mitverfolgen können.
Über Kommentare, Anregungen oder Angebote zur Unterstützung freuen wir uns natürlich! Einfach Kontakt mit uns aufnehmen – Danke!






